Solidaritätspreis

Mit dem Solidaritätspreis zeichnet die Stiftung seit 2007 Organisationen und Einzelpersonen aus, die sich nach Meinung des Stiftungspräsidiums in besonders herausragender Weise durch Aktionen oder Aktivitäten in solidarischer Weise verdient gemacht haben.

Der Solidaritätspreis wird einmal im Jahr, traditionell zum Jahrestag der Gründung der Arbeiterwohlfahrt am 13.12.1919, durch das Präsidium der Stiftung vergeben. Der Solidaritätspreis ist mit 1.000,- Euro dotiert.


Solidaritätspreis 2018

Der Solidaritätspreis 2018 der Stiftung Soziale Arbeit ging an Annemie Wittgen, die Vorsitzende der Bundesinitiative Großeltern.

Solidaritätspreis 2018
Solidaritätspreis 2018 an die Bundesinitiative Großeltern

Die Bundesinitiative Großeltern ist eine Selbsthilfeinitiative von Großeltern, die Großeltern hilft, die keinen Kontakt zu ihren Kindern und Enkeln haben. Die örtliche Gruppe in Euskirchen, die bis nach Köln hinein aktiv ist, wird von Frau Wittgen, ehrenamtlich organisiert.

Besonders beeindruckt ist die Stiftung Soziale Arbeit von dem Engagement von Frau Wittgen. Sie setzt sich für andere Großeltern ein und versucht ihnen dabei zu helfen wieder in Kontakt mit ihren Enkeln zu treten. Selbst wenn das nicht klappt, finden betroffene bei der Initiative Gleichgesinnte, die ihnen zuhören.

Weil sich betroffene Großeltern nicht damit abfinden wollten, dass ihre Enkelkinder ohne Großeltern aufwachsen müssen, wurde schon 2002 die Bundesinitiative Großeltern von einer Betroffenen initiiert und gegründet. Frau Wittgen steht heute als Bundesvorsitzende an der Spitze dieser Selbsthilfeinitiative und organisiert ehrenamtlich die Euskirchener BIGE Gruppe.

Über die Vergabe des Preises freute Frau Wittgen sich sehr. „Wir sind ganz stolz und beeindruckt, dass wir für den Solidaritätspreis ausgewählt wurden. Die Wahrung der Kinderrechte steht für uns an erster Stelle. Nicht der Konflikt zwischen Eltern und Großeltern, sondern die Kinder. Ich werde mich immer für die Rechte der Kinder einsetzen. Sie sind unsere Zukunft.

Der Präsident der Stiftung Soziale Arbeit, Felix Thurow, lobte bei der Preisvergabe die Arbeit der Bundesinitiative Großeltern. „Solidarisches Handeln ist das was wir als Stiftung mit unserem Preis fördern wollen!“.


Solidaritätspreis 2016 an music4everybody! e. V. 

Die Stiftung Soziale Arbeit der AWO Rhein-Erft & Euskirchen e.V. vergibt den mit 1000€ dotierten Solidaritätspreis 2016 nach Frechen.

Die Protagonisten des Projektes und Musicals „zwischen den Welten“ des preistragenden Vereins „Music4everybody
Die Protagonisten des Projektes und Musicals „zwischen den Welten“ des preistragenden Vereins „Music4everybody"
© music4everybody

Der Verein „music4everybody! e.V.“ erhält die Auszeichnung für sein vorbildliches Engagement im Bereich der Integration von Menschen nach der Flucht.
Vor allem das Projekt  „Zwischen den Welten“ hat das Präsidium der Stiftung überzeugt.
„Hier werden auf bemerkenswerte Weise Kunst, Musik und Schauspiel im Sinne einer gelungenen Integration verbunden“, sagt Präsidiumsmitglied Helga Kühn-Mengel (MdB).  „Das Zusammentreffen von jungen Menschen aus verschiedenen Kulturen, das gemeinsame Erarbeiten eines Musicals und die anschließenden Aufführungen verdienen in höchstem Maße Respekt und Anerkennung. Es ist ein hervorragendes Beispiel, wie Integration gelingen kann, wenn man sich gemeinsam aufmacht und gemeinsam an einem Ziel arbeitet. Manchmal sind es die eher ungewöhnlichen Ideen, die Brücken bauen und Freundschaften stiften“. 
Die Flüchtlingsprojekte sind überdies nur ein Mosaikstein im breiten Angebot, welches der Verein für junge Menschen bietet.

Präsidiumsmitglied Helga Kühn-Mengel und die Projektleiterin Stephi Siebert mit teilnehmenden Jugendlichen
Präsidiumsmitglied Helga Kühn-Mengel und die Projektleiterin Stephi Siebert mit teilnehmenden Jugendlichen
© AWO Regionalverband Rhein-Erft & Euskirchen e.V.

Der Verein music4everybody! e.V. wurde im Jahr 2008 u.a. von Peter Siebert, Harry Alfter (Brings) und Susanne Stupp (heute Bürgermeisterin, Frechen) mit dem Ziel gegründet, auch finanziell nicht privilegierten Kindern/Jugendlichen und jungen Erwachsenen die Möglichkeit zu bieten, eine musikalisch-künstlerische Ausbildung zu erhalten. 
Der Unterricht im Rahmen der Projekte wird durch internationale Künstler erteilt und umfasst die Bereiche Tanz, Gesang und Schauspiel, Bühnenbild, Kostüm und Maske, Ton- und Lichttechnik, Web- und Mediendesign sowie Film.


Solidaritätspreis 2014 an Frau Beate Hausmann-Sohl 

Traditionell am Gründungstag der Arbeiterwohlfahrt (AWO) dem 19. Dezember (1919) verlieh die Stiftung Soziale Arbeit, in einem festlichen Rahmen, im Rathaus von Mechernich den Solidaritätspreis 2014 an die Leiterin der Kindertageseinrichtung Strempt, Frau Beate Hausmann- Sohl.

Die Preisträgerin Frau Hausmann-Sohl, eingerahmt vom Stiftungspräsidenten Albert Klütsch und Landrat Günter Rosenke. Im Vordergrund die Familie Rustem
 

Geehrt wurde Frau Hausmann-Sohl für ihren selbstlosen solidarischen Einsatz der von Abschiebung bedrohten Roma Familie Rustem aus Mazedonien Bleiberecht in Deutschland zu sichern. Die Kinder der Asylsuchenden besuchten die Kita Strempt und begannen heimisch zu werden als der Familie Abschiebung drohte. Gestützt auf die Eltern, Kinder und Mitarbeiter der Kindertageseinrichtung Strempt organisierte Frau Hausmann- Sohl den politischen und juristischen Widerstand der letztlich glücklich zu einem dauerhaften Bleiberecht der Familie führte.

Für diesen solidarischen Einsatz erhielt Frau Hausmann- Sohl am 19.12.2014 in Dankbarkeit aus der Hand des Präsidenten der Stiftung Soziale Arbeit Albert Klütsch im Beisein von Mechernichs Bürgermeister Schick und Landrat Günter Rosenke den Solidaritätspreis 2014.


Bisherige Preisträger

2014: Beate Hausmann-Sohl, Mechernich
2013: Arnold Mauel, Kleinvernich
2012: Grüne Damen im Marienhospital Brühl
2010: Wünschdirwas e.V., Köln
2009: Herr Dieter Pritzsche, Zülpich
2008: Ehrenamtliche Helfer/innen im Heinz-Kühn-Seniorenzentrum, Erftstadt-Lechenich
2007: Die Tafel, Wesseling


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